Khartoum/Manchester
Sudan: Internationale Kritik an Unterstützung von Milizen
Der Krieg im Sudan hat sich zu einer der schwersten humanitären Krisen weltweit entwickelt. Mehr als 30 Millionen Menschen sind auf Hilfe angewiesen, Millionen wurden vertrieben, Zehntausende getötet. Besonders betroffen sind auch religiöse und ethnische Minderheiten, deren Schutz zunehmend gefährdet ist.
Internationale Beobachter werfen den Rapid Support Forces (RSF) schwerste Menschenrechtsverletzungen vor. Eine UN-Untersuchung sieht nach der Einnahme der Stadt El Fasher in Darfur sogar Anzeichen für Völkermord. Auch die US-Kommission für internationale Religionsfreiheit warnt vor massiven Auswirkungen auf die Religionsfreiheit.
Zugleich wächst die Kritik an internationaler Unterstützung für die Konfliktparteien. Dabei geriet auch der Eigentümer des englischen Fußballclubs Manchester City in den Fokus: Ihm werden enge Verbindungen zur Führung der Vereinigten Arabischen Emirate zugeschrieben, denen wiederum Unterstützung für die RSF vorgeworfen wird. Eine Petition mit tausenden Unterschriften fordert daher Konsequenzen.
Menschenrechtsorganisationen warnen, dass solche Verflechtungen die Gewalt verlängern und Verantwortlichkeiten verschleiern könnten. Sie fordern ein stärkeres internationales Engagement, um die Zivilbevölkerung – insbesondere religiöse Minderheiten – wirksam zu schützen.