Abuja/Kaduna

Nigeria: Christliche Geiseln wieder frei

Die wochenlange Ungewissheit für Christen im nigerianischen Bundesstaat Kaduna hat ein Ende: Wie Nachrichtenagenturen berichten, sind die letzten Geiseln, die Mitte Januar aus zwei Kirchen entführt worden waren, wieder in Freiheit.

Die Freilassung erfolgte in der Nacht zum 5. Februar. Augenzeugen meldeten, dass mehrere Lastwagen zwischen 23 Uhr und 2 Uhr ein Waldgebiet nahe der Stadt Maro ansteuerten. Kurz darauf wurde die Rückkehr der Verschleppten bestätigt.

Die Entführung hatte am Sonntag, dem 18. Januar, in der Gemeinde Kurmin Wali (Distrikt Kajuru) begonnen. Bewaffnete Angreifer stürmten während des Gottesdienstes zwei Kirchen der „Kirche der Seraphim und Cherubim“ und verschleppten mindestens 177 Gläubige in die Wälder.

Bereits Ende Januar konnten rund 80 Personen entkommen. Die verbliebenen Geiseln wurden nun nach Angaben der Behörden durch eine koordinierte Aktion verschiedener Sicherheitskräfte freigelassen. Ob Lösegeld gezahlt wurde, blieb unkommentiert.

Kaduna gilt seit Jahren als Brennpunkt religiös motivierter Gewalt. Besonders christliche Gemeinden werden immer wieder Ziel von Entführungen und Überfällen durch bewaffnete Gruppen.

(fides)
06.02.2026