Krank werden als Todesurteil

Es geht um das Überleben. Krankenschwestern oder gar Krankenhäuser gibt es für die Tagelöhner nicht. Die meisten sind Christen oder Hindus, an den Rand gedrängt, von Karriere und Erfolg ausgeschlossen. Die Kirchen sind voll, aber die Taschen leer. Weder einen Arztbesuch noch Medikamente und schon gar keine Hebamme können sich unsere Geschwister leisten. Krank werden bedeutet oft das Todesurteil, wenn Hausrezepte nicht mehr helfen. Bischof Samson fleht: „Helft uns, die St. Elizabeth Krankenschwestern-Schule zu retten!“

Bischof Samson, Bischof Lederleitner und die Ordensschwestern, die die Ausbildung leiten

Mobile Krankenstationen

Die Ausbildung von Krankenschwestern ist die einzige Chance, damit die bettelarmen Familien wenigstens Zugang zu medizinischer Basismedizin und Geburtshilfe erhalten. Die Schwestern werden so zu fahrenden Krankenstationen, sie kommen zu den Menschen auf die Felder am Rande der Wüste und zu den Ziegelfabriken. Meist mit Fahrrädern – im besten Fall mit einem winzigen Moped – sind die ausgebildeten Krankenschwestern unterwegs. Es sind Engel der Nächstenliebe, die von der Wiege bis zur Bahre diesen von der Gesellschaft an den Rand gedrängten Christen helfen, zu überleben. 

„Den Verletzlichen Liebe schenken“

Das ist das Motto der „Barmherzigen Schwestern von Jesus und Maria“, die unser Projekt in Hyderabad leiten. Christen in Not-Vorstandsmitglied Bischof Dr. Lederleitner hat Ende Februar Pakistan besucht. In enger Zusammenarbeit mit dem dortigen Bischof Samson haben wir bereits einige Hilfsprojekte möglich gemacht. Immer geht es um Christen, die zumeist als chancenlose Tagelöhner in Lohnsklaverei der Landlords leben. Ihren Kindern wollen wir helfen, durch Ausbildung eine bessere Zukunft zu erlangen. Es sind immer Projekte, bei denen auch Kinder sehr armer muslimischer und hinduistischer Eltern willkommen sind. So lernen die jungen Menschen einander zu vertrauen und dem islamischen Fanatismus entgegenzutreten. Damit wird auch das Leben der christlichen Familien sicherer. 

Gleichzeitig ist diese Krankenschwestern-Ausbildung für die jungen Mädchen die einzige Chance, ein eigenständiges Leben in Würde aufzubauen.

Wir brauchen Krankenschwestern

Die Schwestern schreiben uns voller Sorge: „Die Christen sind eine winzige Minderheit. Sie werden schlecht behandelt und in der staatlichen Schule von oben herab behandelt. Sie werden verspottet und gemieden. Sie dürfen nicht am selben Tisch essen oder trinken wie die Muslime. Die christlichen Mädchen, wenn sie hübsch sind, werden leicht entführt und gezwungen, ihre Religion zu ändern, um die Frau eines muslimischen Mannes zu werden.“  Die Schwesternschule wendet sich vor allem an christliche und auch hinduistische Mädchen, die oft aus sogenannten „unberührbaren“ Familien stammen, also am Ende der sozialen Skala stehen.

Stärkung der Frauen

Die Krankenschwestern-Ausbildung in der St. Elizabeth-Schule dauert vier Jahre (drei Jahre Schule und ein Jahr Praxis im Spital). Dann sind die Mädchen bereit, um zu den Tagelöhnern auf das Land zu gehen. Dort werden sie geachtet und können helfen, Kinder zur Welt zu bringen und sind nicht mehr gezwungen, alleine nach dem Willen der Männer in dieser patriarchalischen Gesellschaft zu dienen.

Noch hoffen die Schwestern und die Schülerinnen, dass sie ihre Ausbildung abschließen können. Aber jede Woche sinkt die Hoffnung auf eine Weiterführung der Schule. (© Christen in Not)

Corona-Virus, Solidarität und
helfende Hände

Wie bei uns wird das Corona-Virus auch in Pakistan zur großen Gefahr. Wir in Österreich haben ein geordnetes und stabiles Gesundheitssystem. Mit den Quarantäne-Maßnahmen können wir hoffen, dass es zu keiner Situation wie etwa in Italien kommt. Aber in den ländlichen Gebieten Pakistans gibt es gar keine medizinische Versorgung und die Tagelöhner sind oft körperlich sehr geschwächt. Bitte helfen Sie, dass die Krankenschwestern zu den Menschen kommen. Helfen Sie, dass neue Schwestern ausgebildet werden können. Helfen Sie unseren christlichen Geschwistern zu überleben und Hoffnung zu schöpfen.

Krise oder Hoffnung – es liegt an uns

Die Schwesternschule ist in einer existenziellen Krise. Seit Monaten gibt es für die Lehrer kein Gehalt mehr, und auch kein Geld für den Betrieb der Schule. Die Schwestern sind ja bereit, ohne Lohn zu  unterrichten. Aber ohne Essen, Trinken, Strom und Gas können die Schwesternschülerinnen im Alter von 16 bis 25 Jahren ihre Ausbildung nicht fortsetzen. Fast fertig ausgebildete Hebammen müssen die Schule verlassen, neue können gar nicht aufgenommen werden. Wenn wir nicht jetzt helfen, dann zerbricht die medizinische Hilfe für die ärmsten Christen und Hindus in der Diözese von Bischof Samson, Und das gerade jetzt, wo das Corona-Virus auch nach Pakistan überspringt. 

Bitte helfen Sie jetzt. Danke.

Jetzt helfen

Krankenschwesternausbildung

50 Schwesternschülerinnen stehen vor dem Nichts.

Monatliche Kosten pro Schülerin

Milch, Tee, Zucker, Salz, Eier   6 Euro Reis, Mehl , Gemüse, Öl 10 Euro
Gas zum Kochen, Strom, Wartung 20 Euro

Spendenkonto:

AT76 2011 1824 1397 6100 

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