Algier/ Tunis

Tunesien: Algerier Slimane Bouhafs kann nicht ausreisen

Der zum Christentum konvertierte wurde 2018 aus dem Gefängnis entlassen, nachdem er fast zwei Jahre wegen Gotteslästerung verbüßt hatte. Danach musste er aus seiner Heimat Algerien nach Tunesien fliehen.

Slimane Bouhafs konvertierte 1999 als Muslim zum Christentum und wurde 2016 verhaftet, weil er auf Facebook einen Beitrag über das Licht Jesu und die „Lüge Islam“ veröffentlichte. Im Gefängnis erkrankte er schwer und war der Gewalt seiner muslimischen Mithäftlinge ausgesetzt. Auch auf internationalen Druck hin wurde er schließlich früher aus der Haft entlassen.

Allerdings währte die Freude über das Ende der Haft nicht lange. Er wurde fortan bedroht und musste um sich und seine Familie zu schützen das Land verlassen. In Tunesien fühlt er sich aber auch nicht komplett sicher, auch hier kam es schon zu teilweise gewaltsamen Vorfällen. Slimane Bouhafs möchte Tunesien verlassen, es kommt aber immer wieder zu Verzögerungen. Vor allem die Corona-Pandemie machte die Bemühungen zu Nichte. Seitdem kann er auch nicht mehr von Familienangehörigen besucht werden.

Gegenüber Morning Star News berichtet er unter Tränen, dass er aufgrund seiner Lage nicht an der Hochzeit seiner Tochter vor einigen Tagen teilnehmen konnte: „Meine Tochter, die mir so viel gegeben hat und mich immer unterstützt hat, heiratet, ohne dass ich an ihrer Seite sein kann. Es ist ein sehr großer Schmerz unter dem ich leide.“

Quellen: church in chains, Morning Star News

Slimane Bouhafs in Freiheit